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Revolution des Lächelns

 

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Ein offenes Lächeln oder herzzerreißendes Lachen. Wer kann sich vorstellen, dass Zähne heutzutage nicht zu sehen sind? Eine Gesellschaft, die nicht Ihre Zähne zeigt, wäre so nicht denkbar!

Heute wollen wir einen kleinen Ausflug in die Geschichte machen. In das 18. Jahrhundert. Hier schrieb ein Schriftsteller in Paris das Buch „Die Revolution des Lächelns“.

Revolution des Lachens

Der Anfang des 18. Jahrhunderts in Paris

Anfang des 18. Jahrhunderts war eine Zeit des Absolutismus. Hier herrschte Ludwig der XIV., der Sonnenkönig, bis zum Jahre 1715. Während seiner langen Regentschaft festigte er die Macht der französichen Krone durch den Ausbau der Verwaltung und die Bekämpfung der Opposition in den Kreisen des Adels. Er förderte die Wissenschaft, Kunst und Musik.

Die Reichen und Adligen in dieser Zeit konnten sich vieles leisten und die Hofkultur war genau auf die Person des Herrschers zugeschnitten. Es war ein dekadentes Leben, bei dem auch viel Zucker konsumiert wurde. Schlechte Zähne waren die Folge. Aller Reichtum hatte nicht viel genützt, ohne das nötige Wissen um die Behandlung der Zähne. Zahnlücken und dunkle Zähne waren weit verbreitet. Es gab kein offenes Lachen oder Lächeln, bei dem man Zähne zeigen konnte. Das einzige Lächeln war deshalb nur ein schmallippiges Lächeln. Es galt als ein wichtiger Bestandteil der körperlichen Kontrolle. Es sollte kein Höfling mit offenem Mund gesehen, geschweige denn portraitiert werden. Lächeln hatte keine gute Stellung in der Gesellschaft. Es war ein Zeichen der Leichtgläubigkeit oder des Leichtsinns. Man wusste, dass diese Person keine Manieren hatte.

Zu dieser Zeit gab es keine medizinische Versorgung, die wissenschaftlich fundiert war. Bei der Behandlung der Zähne wurden nur Probleme beseitigt, die in ihrer Methodik nicht sehr schmerzfrei waren. Es war noch lange nicht an die Revolution des Lächelns zu denken.

Die Revolution des Lächelns

Es kam ein Wandel mit zwei wichtigen Persönlichkeiten. Samuel Richardson und Jean-Jaques Rousseau schrieben Werke, die Einfluss auf die Kultur der Pariser Szene hatten. Richardson begründete durch ein Werk die empfindsame Literatur. Hierbei sollten Gefühle durch lächeln gezeigt werden. Dies öffnete den Mund in der Öffentlichkeit und so wurden Zähne und Zahnärzte „chic“. Teure Zahnbehandlungen konnten sich aber weiterhin nur die reichen Eliten leisten.

Eine andere wichtige Persönlichkeit war Pierre Fauchard. Er gilt als Vater der modernen Zahnheilkunde und begründete die erste vollständige Bearbeitung in 2 Werken (1728). Auf die Zahnerhaltung und Prävention legte er eines seiner Augenmerke. Wenn Karies entfernt wurde, dann verdichtete er als einer der ersten die Hohlräume mit Blei oder Zinn. Brutale Zahnreißer-Methoden konnte er somit zum Teil ersetzen.

Der Wandel

So nahm die Revolution des Lächelns seinen Lauf und mit der Französischen Revolution (1789-1799) änderte sich auch das „Pariser Lächeln“. Es gab nun viele Varianten, an denen sich die Menschen öffentlich erfreuen konnten. Durch das Lachen wurde die eigene Persönlichkeit hervorgehoben. Doch lange hielt diese Euphorie nicht an. Schnell wurde sie vom Terror unterdrückt und das Lächeln ging in eine Niedergeschlagenheit und Aussichtslosigkeit über. Es war nun nicht länger ein Ausdruck der Offenheit, sondern machte verdächtig. Den Menschen verging das Lachen und die Revolution des Lächelns fand ein Ende.

Zahnärzte drängte man an den Rand der Gesellschaft, die dadurch ihre Reputation verloren.

Innerhalb kürzester Zeit kann sich vieles ändern. Kulturen können sich neu entwickeln und ein neues Zusammenleben schaffen. Und alles hängt nur von einem Lächeln ab. Wir als Zahnklinik fühlen uns Ihrem persönlichem Wohlbefinden und Ihrer Zahngesundheit verpflichtet. Lassen Sie sich nicht abbringen und zeigen Sie Ihre Zähne. Beginnen Sie Ihre eigene Revolution des Lächelns!